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ZuschussArbeitsplatz

4 Stellen zahlen einen Zuschuss zur Arbeitsplatzleuchte

Beleuchtung ist Arbeitgeberpflicht. Welche Beleuchtungsstärke gilt und wer eine zusätzliche Leuchte am Arbeitsplatz bezahlt.

Pflichtausstattung des Arbeitgebers bei Bildschirmarbeit

Kurze Antwort

Beleuchtung schuldet der Arbeitgeber. Für Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung im Büro nennt die Technische Regel ASR A3.4 einen Mindestwert von 500 Lux auf der Fläche der Sehaufgabe. Reicht das Raumlicht dafür nicht aus, gehört eine zusätzliche Leuchte zur geschuldeten Ausstattung. Bei einer Sehbehinderung wird die individuell angepasste Beleuchtung zur technischen Arbeitshilfe, die das Integrationsamt übernehmen kann.

Zahlende Stellen
4
je nach Lage
Preisspanne
40 bis 800 €
Arbeitgeberpflicht
ja, anteilig
aus der Gefährdungsbeurteilung
Sofortabzug bis
800 €
netto, sonst über die Nutzungsdauer

Merkmale

Was ist eine Arbeitsplatzleuchte?

Eine Arbeitsplatzleuchte hellt den Arbeitsbereich zusätzlich zum Raumlicht auf, blendfrei und mit gleichmäßiger Verteilung. Sie ersetzt die Raumbeleuchtung nicht, sondern ergänzt sie dort, wo du liest und schreibst.

Was der Arbeitgeber nach der Vorschrift schuldet

Arbeitsräume müssen möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und eine Sichtverbindung nach außen haben; die Ausnahmen zählt die Verordnung abschließend auf. Arbeitsstätten müssen eine angemessene künstliche Beleuchtung haben (Anhang Nr. 3.4 ArbStättV). Die Technische Regel ASR A3.4 nennt die Mindestwerte der Beleuchtungsstärke je Tätigkeit; wer sie einhält, erfüllt die Verordnung.

Wer zahlt

Von 4 Stellen zahlt in deiner Ausgangslage genau eine

Welche es ist, entscheidet deine Ausgangslage. Die Tabelle nennt je Lage die Stelle, die zahlt, und ob sie voll zahlt oder nur im Einzelfall.

Deine LageWird gezahlt?Wer zahltWorauf es ankommt
BüroarbeitIch sitze im Büro und mein Rücken tut wehPflichtArbeitgeberDer Arbeitgeber schuldet die Mindestanforderungen des Anhangs Nr. 6 ArbStättV und darüber hinaus, was die Gefährdungsbeurteilung ergibt. Einen Zuschuss von außen gibt es nicht.
SchwerbehinderungIch habe einen SchwerbehindertenausweisjaIntegrationsamtAls technische Arbeitshilfe kann das Integrationsamt die Kosten bis zur vollen Höhe übernehmen (§ 19 SchwbAV), wenn sie die behinderungsbedingte Einschränkung ausgleicht. Antrag vor dem Kauf, so die Praxis der Ämter.
ArbeitsunfallIch hatte einen Arbeitsunfall oder eine BerufskrankheitjaBerufsgenossenschaftWenn der Bedarf auf die anerkannte Unfallfolge zurückgeht, erbringt die Berufsgenossenschaft die Arbeitshilfe als Sachleistung, ohne Zuzahlung oder Eigenanteil (§ 35 SGB VII, § 49 Abs. 8 SGB IX).
Nach der RehaIch komme aus der Reha zurückjaRentenversicherungAls Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, wenn die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen (§§ 10, 11 SGB VI). Vordruck G0100 mit Anlage G0133.
ArbeitsuchendIch bin arbeitslos und fange neu anFallAgentur für ArbeitWenn die Ausstattung nötig ist, um die dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu erreichen oder zu sichern (§ 46 Abs. 2 SGB III), und keine andere Stelle vorrangig zuständig ist, vor allem Rentenversicherung und Berufsgenossenschaft.
SelbständigIch bin selbständigneinSteuerabzugKeine Stelle zahlt einen Zuschuss. Die Anschaffung ist Betriebsausgabe.
VerbeamtetIch bin verbeamtetPflichtDienstherrDer Dienstherr stattet den Dienstposten aus. Das Arbeitsschutzgesetz gilt auch für Beamte; die Arbeitsstättenverordnung beim Bund unmittelbar, in den Ländern nach Landesrecht.
HomeofficeIch arbeite zu HauseFallArbeitgeberBeim vereinbarten Telearbeitsplatz gelten die Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze (Anhang Nr. 6 ArbStättV), beim bloßen mobilen Arbeiten nicht. Die Einstufung entscheidet.
ArbeitgeberIch bin Arbeitgeber und will ausstattenPflichtArbeitgeberGrundausstattung, vom Betrieb selbst zu tragen. Was ohnehin geschuldet ist, wird nicht bezuschusst.

Anteil, den jede Stelle übernimmt

  • Integrationsamtvoll
  • Berufsgenossenschaftvoll
  • Rentenversicherungvoll
  • Agentur für ArbeitEinzelfall

Auswahl

3 Merkmale, die vor dem Kauf feststehen müssen

Ob die Anschaffung zu dir passt, entscheidet sich an diesen Angaben. In Produktbeschreibungen stehen sie selten im Vordergrund.

  • Die Beleuchtungsstärke zählt am Platz, nicht an der Leuchte

    Die Lumenangabe auf der Verpackung sagt nichts darüber, wie viel Lux auf dem Tisch ankommt. Entscheidend ist der Wert unten, und der hängt an Abstand und Streuung.

  • Blendfreiheit und Abschirmwinkel

    Eine helle Leuchte im Blickfeld verschlechtert das Sehen. Aus deiner Sitzposition darf die Lichtquelle nicht direkt sichtbar sein.

  • Farbtemperatur nach Tageszeit

    Am Vormittag wirkt kühleres Licht günstig, am Abend wärmeres. Fest eingestellte kalte Leuchten stören am späten Nachmittag mehr, als sie nützen.

Aus der Praxis

Beleuchtung nennen Beschäftigte in Beschwerden am seltensten und Messungen beanstanden sie am häufigsten. Ein einfaches Luxmeter, auch als Anwendung auf dem Telefon, macht aus einem Gefühl eine Zahl, und mit einer Zahl lässt sich argumentieren. Ohne Messung endet das Gespräch regelmäßig bei der Frage, ob du empfindlich seist.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zum Zuschuss für die Arbeitsplatzleuchte

Wie viel Lux brauche ich am Schreibtisch?

Für Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung gilt nach ASR A3.4 ein Mindestwert von 500 Lux auf der Fläche der Sehaufgabe. Für Ablegen und Kopieren reichen 300 Lux, für technisches Zeichnen von Hand sind es 750 Lux.

Muss mein Arbeitsplatz ein Fenster haben?

Arbeitsräume sollen möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und eine Sichtverbindung nach außen haben. Von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen, die der Arbeitgeber begründen muss.

Was kostet eine Arbeitsplatzleuchte?

Eine Arbeitsplatzleuchte kostet zwischen 40 und 800 Euro. Modelle mit einstellbarer Farbtemperatur und normgerechter Entblendung liegen am oberen Ende.

Zuschuss Arbeitsplatz gibt allgemeine Auskunft und keine Rechtsberatung im Sinne von § 2 Absatz 1 RDG. Über deinen Antrag entscheidet allein die zuständige Stelle.

Die 9 Ausgangslagen und was sie einbringen

Die Ausgangslage entscheidet, welche Stelle die Kosten übernimmt.

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